Münzmesse im Estrel: Gold und Silber glänzen weiter

Lange Gesichter gab es kürzlich auf der weltgrößten Münzmesse „World Money Fair“ im Berliner Estrel Hotel. Während Anleger und Münzsammler sich zu Beginn noch um neue und limitierte Gold- und Silber-Münzen  an den Ständen internationaler Münz-Prägestätten drängelten, gab es kurz darauf die große Überraschung: Die Kurse bei Silber und Gold rauschten innerhalb weniger Stunden in die Tiefe. Gold verlor mehr als 8 Prozent und Silber büßte rund ein Viertel seines Wertes ein. Auch Platin als wichtiges Industriemetall, von dem es nur wenige Münzen gibt, rauschte um über 18 Prozent in den Keller. Damit hatten viele Händler, Anleger und Sammler nicht gerechnet.

Doch: Experten rechnen mit Wertzuwächsen bei Gold und Silber

Einige hatten bereits zuvor von größeren Preiskorrekturen bei Edelmetallen gewarnt, allen voran die Geldhüter der Deutschen Bundesbank. Edelmetall-Experten wie Wolfgang Wrzesniok-Roßbach, der bereits für Goldhändler wie Heraeus, Dresdner Bank und Degussa arbeitet und jetzt als Unternehmensberater der Feingold GmbH tätig ist, hielt es bereits Ende 2025 für möglich, dass  Edelmetallpreise schon bald eine Korrektur erfahren würden –  mehr noch – er hielt eine Korrektur nach den schnell ansteigenden Kursen sogar für notwendig: „Doch selbst bei einem Rückgang von zehn bis 20 Prozent bliebe der langfristige Aufwärtstrend des Goldpreises intakt.“

Ähnlich sieht es der frühere Degussa-Geschäftsführer Dr. Markus Krall, der bereits die kurzfristigen Höchstpreise für Silber fast auf den Euro genau voraussagte, als dieser einbrach. Krall sieht die mittel- bis langfristige Entwicklung beider Edelmetalle deutlich positiv und rechnet erneut mit Aufwärtsbewegungen. Auch die Edelmetallexperten der großen Geldinstitute wie Deutscher Bank und Commerzbank rechnen mit einer weiteren Stabilisierung der Gold- und Silberpreise am Weltmarkt. Immerhin kann Silber mit 2.600 Jahren als Zahlungsmittel auf eine lange Tradition verweisen.

Niedrige Zinsen und hohe Staatsverschuldungen treiben die Preise

Hierbei sind sich die Experten von Banken und Edelmetallhändlern einig: niedrige Zinsen, hohe Staatsverschuldungen und  Inflationsraten, gepaart mit wirtschaftlichen und geopolitischen Unwägbarkeiten sorgen für weitere Anstiegsszenarien bei Edelmetallen. Stieg der Preis für Gold im vergangenen Jahr noch um 65 Prozent an, waren es bis zur Korrektur noch 21 Prozent für 2026. Das besonders für die Solar- und E-Mobilität benötigte Silber konnte 2025 noch einen rasanten Aufschwung von 148 Prozent aufs Parkett legen. Nach einem Anstieg von 45 Prozent Wertzuwachs in 2026 folgte am 30. Januar dann der Absturz mit einem Minus von rund 26 Prozent. „All dies ist kein Grund sich von beiden Edelmetallen als Anlageinstrument zu verabschieden“, so ein internationaler Münzhändler aus Bayern. „Gold wird genauso wie Silber wieder im Preis steigen, denn die Nachfrage bleibt hoch, während Anleger die Chance genutzt hatten, um Gewinne mitzunehmen.“ Jährlich werden ca. 22.000 Tonnen Silber und rund 2.500 Tonnen Gold gefördert.

Polen besitzt mehr Gold als die Europäische Zentralbank

Die Polnische Nationalbank hat ihre Goldreserven inzwischen weiter aufgestockt und hält jetzt 550 Tonnen in seinen Tresoren. Damit besitzt sie größere Goldreserven als die Europäische Zentralbank, die gerade mal auf 506,5 Tonnen kommt. Polen hält somit einen Anteil von 28 Prozent Gold an seinen Gesamtreserven. Die größten Goldreserven halten nach wie vor die USA mit 8133,5 Tonnen und Deutschland auf Platz 2 mit 3.350,3 Tonnen Gold. Es folgen Länder wie Italien, Frankreich, Russland, China, Indien und Brasilien. Dabei erhöhten besonders die BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China in den vergangenen Jahrzehnten ihre Goldkäufe kontinuierlich. Goldreserven können nicht zuletzt auch zur Stützung der eigenen Nationalwährungen dienen. Während zahlreiche Anlageberater auf ETFs, Futures, Swaps und Optionen auf Edelmetalle setzen, also digitale Derivate, raten Edelmetall-Experten wie Markus Krall überwiegend zu physischen Edelmetallen in Form von Barren oder Münzen. Ihr Vorteil: Sie können jederzeit weltweit  eingelöst werden und dienen somit laut Experten als eine Notreserve.  Dirk Jacobs




Ganz schön glatt hier: Vom Streusalz-Dogma und einem Mangel an politischer Konsequenz

von KLAUS KELLE

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner von der CDU wollte bei massivem Glatteis in der Stadt das Streuverbot kurzfristig aussetzen und erntete dafür Spott und Hohn im Abgeordnetenhaus. Aber im Grunde hat er natürlich recht, denn es gab bereits zahlreiche Verletzte in Berlin wegen der eisigen Temperaturen und gefrorener Fahr- und Gehwege.

Mehr als 1.800 Mal mussten Sanitäter und die Berliner Feuerwehr an einem einzigen Tag ausrücken, die Notaufnahmen der Krankenhäuser waren aufgrund von Knochenbrüchen und Platzwunden überlastet, und ein Rettungsdienst hatte zeitweise sogar keinen einzigen Wagen mehr verfügbar. Berlin wieder mal am Limit – wie so oft in jüngster Zeit.

In einer solchen Situation starr am Streusalzverbot festzuhalten, das klingt wie Hohn gegenüber Senioren, die sich nicht mehr aus dem Haus trauen, und den vielen Pendlern, die auf dem Weg zur Arbeit ihre körperliche Unversehrtheit riskieren. Umweltschutz ist wichtig, keine Frage. Aber wenn der Schutz von Baumwurzeln höher als die körperliche Unversehrtheit von Tausenden Menschen bewertet wird, dann läuft etwas falsch.

Wegners Slalom-Kurs

Kai Wegner steht erneut im Zentrum der Kritik – dieses Mal zu Unrecht. Sein Appell an das Abgeordnetenhaus, das Verbot zu lockern, wurde von der Opposition als Offenbarungseid bezeichnet. „Man nennt es Winter“, tönten die Kritiker. Und so ist das halt in einer Demokratie. Aber, Freunde: Ein Regierender Bürgermeister bettelt im Parlament darum, das Richtige tun zu dürfen? Ernsthaft?

Der Chef im Roten Rathaus hat gemäß Artikel 58 der Landesverfassung die Richtlinienkompetenz. In einer Notsituation hat er nicht nur das Recht, er hat die Pflicht zu führen. Und er sucht nicht wie ein Bittsteller Zustimmung, die er gar nicht braucht. Kurze Anweisung an die Umweltverwaltung, Eil-Verordnung für das Tausalz vorbereiten – und dann los geht’s.

So funktioniert Realpolitik

Aber Wegner versemmelt nun zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen den Matchball, der ihm seinen Bürostuhl im Roten Rathaus für weitere fünf Jahre sichern könnte. Wegners Agieren wirkt wie ein politischer Eiertanz. Zwar erkennt er das Problem und die Erwartungen seiner Bürger, aber er zögert bei der Durchsetzung, bis der Fußgänger platt auf dem Eis liegt.

Gestern hat der Senat endlich den vorübergehenden Einsatz von Tausalz genehmigt. Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist mit allen Kräften unterwegs, und auch Grundstücksbesitzer und vom Land beauftragte Winterdienste sind endlich vom Taumittelverbot befreit. Bis zum 14. Februar.

Irgendwie funktioniert es dann doch noch

Oder, wie man in Köln kalauert: „Et hätt noch imma joot jejange“. Aber ob das so bleibt, das ist keineswegs sicher. Glatteis-Chaos, davor linker Terror und massiver Stromausfall in Zehlendorf, und von der missglückten Kommunikation beim Tennis-Match des Bürgermeisters will ich gar nicht erst anfangen.

Im Wahljahr entsteht ohne jede Not das Bild einer Stadtspitze, die von der Realität ihrer eigenen Metropole immer mal wieder überrascht wird. Berlin leidet unter einer Verwaltung, die sich in Zuständigkeiten verstrickt, statt pragmatische Lösungen zu liefern. Warum gibt es zum Beispiel kein flexibles Winterdienst-Konzept, das bei Extremwetterlagen (wie Blitzeis) automatisch Sonderregeln aktiviert? Warum muss erst das öffentliche Leben kollabieren, bevor unbürokratisch gehandelt wird?

Berlin braucht keinen Bürgermeister, der das Wetter kommentiert, sondern einen, der die Stadt intensiv auf solche Lagen vorbereitet. Das ist kein Hexenwerk, denn die Spötter im Abgeordnetenhaus haben ja zumindest damit recht, dass wir gerade keine Wetterkatastrophe erleben, sondern einfach nur normale Wintertage.




Grüne Arroganz in Reinkultur: Linke Terroristen aus dem Fokus nehmen, Honig für die nächste Wahl saugen

Die Berliner Grünen wollen aus dem Stromanschlag von Linksextremisten auf die Stromversorgung im Bezirk Steglitz-Zehlendorf politisches Kapital schlagen und gleichzeitig von den Linksterroristen ablenken. Das geht aus einer internen Mail hervor, die die Strategie vorgibt.

Man wolle vom öffentlichen Interesse an den Tätern ablenken, indem man den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) direkt hart attackiert.

In der E-Mail der Parteispitze, die der BILD zugespielt wurde, wird eine Kommunikationslinie für die Partei vorgegeben, in der für die öffentliche Debatte von den Tätern abgelenkt werden soll. In dem Geheimpapier heißt es dann:

„Wir haben ein strategisches Interesse daran, dass die Debatte um Kai Wegner lange medial begleitet wird und als Führungs-/Kompetenzfrage beim Regierenden Bürgermeister hängen bleibt.“

Wegner hatte am Tag des Terroranschlags in Berlin eine Stunde lang Tennis gespielt der Öffentlichkeit aber erzählt, er habe sich zu Hause eingeschlossen, um von dort aus die Maßnahmen seiner Verwaltung intensiv zu koordinieren, um den Bürgern im Berliner Südwesten schnell zu helfen.

Genau das, was die Menschen an der Politik abstößt, ist grüne Parteilinie

Denn in dem Papier der Grünen heißt es auch weiter:  „CDU/Wegner“ solle als „politisch Verantwortlicher für Führung und Krisenmanagement“ in den Mittelpunkt der Kritik gestellt werden. Ausdrücklich aber nicht  Innensenatorin Iris Spranger oder Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (beide SPD).

Klar, die müssen ja geschont werden, weil sie nach dem 20.  September, dem Tag der Abgeordnetenhauswahl, als  Koalitionspartner gebraucht werden könnten.

Zum Anschlag hatte sich eine linksradikale „Vulkangruppe“ bekannt. Die Grünen fordern nun – natürlich – die Täter müssten gefunden und vor Gericht gestellt werden. Weiter heißt er: „Wir wollen uns darauf konzentrieren, wie wir unsere Stadt künftig besser schützen können“.

Ganz sicher, indem man am 20. September diese Grünen nicht wählt…




Müll, Drogen, Wohnungsmangel – unsere Hauptstadt glitzert, funktioniert aber nicht

Wer in diesen Tagen aus dem Berliner Hauptbahnhof herausschlendert, blickt auf die glitzernden Fassaden des Regierungsviertels mit dem Reichstag über dem, gut sichtbar, schwarz-rot-goldene Fahnen wehen. Willkommen in der Weltstafdt im Herzen Europas! Sieht echt gut aus!

Doch gehen Sie mal ein paar Schritte weiter in den Tiergarten oder in die U-Bahnhöfe in Neukölln und Kreuzberg! Da zeigt sich ein anderes Bild von Berlin. Und das ist düster und beunruhigend. Denn die deutsche Hauptstadt ist heute sozial tief gespalten, Obdachlosigkeit, Drogenmissbrauch und eine unübersehbare Vermüllung des öffentlichen Raums, gepaart mit Messergewalt lassen für die Zukunft der Vier-Millionen-Stadt Schlimmes erwarten.

Ja, trotz aller Probleme bleibt Berlin ein Magnet für Gäste aus aller Welt

Im internationalen Ranking der „World’s Best Cities 2026“ hält sich unsere Metropole stabil in den Top 10. Die Kulturszene boomt, und die Wirtschaft – getrieben durch Tech-Startups und große Ansiedlungen im Umland – zeigt sich resilient. Und als politische Zentrale ist Berlin sowieso so präsent wie seit vielen Jahren nicht mehr, was allerdings nicht unbedingt mit einer brillianten Performance der Regierenden zusammenhängt.

Hinter der Fassade der Boomtown aber wächst echte soziale Not

Mehr als 40.000 Menschen haben, offiziellen Zahlen des Senats zufolge, derzeit kein festes Dach über dem Kopf. Und es ist verdammt kalt gerade. Zwar sank die Gewaltkriminalität im Jahr 2025 leicht, aber die Zahl der Menschen, die ganz unten angekommen sind, steigt ungebremst. Und Geld zum Verteilen gibt es kaum

Vermüllung überall im Stadtgebiet

Selbst im Regierungsviertel oder im bürgerlichen Nobelstadtteil Zehlendorf sind viele Bürger frustriert über vermüllte Ecken. Die Folge daraus: illegale Müllentsorgung. Um den Unrat einsammeln zu lassen, wendet der klamme Senat jährlich rund zehn Millionen Euro auf. Und was fällt Berliner Politikern dazu noch ein? Na klar, Verbote. Im Oktober startete der Senat eine „Bußgeld-Offensive“ : Das Wegwerfen einer Zigarettenkippe kostet nun 100 Euro, das Liegenlassen von Hundekot 55 Euro.

Aber – dit is Berlin – es fehlt in den Bezirken schlicht an Personal, um die hohen Bußgelder auch wirklich durchzusetzen und einzutreiben. Während die BSR nach Silvester Höchstleistungen vollbrachte, bleibt der schleichende Unrat in den Wohnkiezen ein Dauerthema.

Woran das liegt?

Berlin hat seine Wohnungsbauziele im Jahr 2025 erneut verfehlt. Der Leerstand ist extrem niedrig. Wohnungen müssen her! Doch das Milliardenloch im Landeshaushalt zwingt die Wegner-Koalition aus CDU und SPD dazu, den Rotstift anzusetzen, auch da, wo es wehtut. Und das in einem Wahljahr.

Die Obdachlosigkeit in Berlin bis zum Jahr 2030 besiegt zu haben, verspricht man den Bürgern aus dem Roten Rathaus. Wie das gelingen soll, bleibt mir schleierhaft. Gerade, wenn man Berlin nicht nur als repräsentative Kulisse für die Weltpolitik versteht.




Warum ist der Marlene-Dietrich-Platz immer noch glatt und gefährlich für Fußgänger?

MITTE – Umgeben von moderner Architektur, dem Tophotel „Grand Hyatt“, Lichtinstallationen, Spielbank, Musical-Shows und feinen Restaurants ist der Marlene-Dietrich-Platz unweit des Potsdamer Platzes in Mitte zu einem Juwel der Metropole Berlin geworden – und ein Magnet für Besucher aus ganz Deutschland und aller Welt. Umso unverständlicher, warum dort die Gehwege und der Platz selbst bis heute nicht geräumt und winterfest gemacht wurden, auch mit Streusalz…




Endlich wieder Broadway-Glanz in Berlin: „Ghost“ startet eine neue Ära im BlueMax Theater

von KLAUS KELLE

Eine rauschende Premiere – diese Formulierung liest man oft, wenn eine neue Bühnenshow irgendwo startet. Aber gestern Abend bei der Premiere von „Ghost – Nachricht von Sam“ im BlueMax Theater am Marlene-Dietrich-Platz traf diese Beschreibung zu wie selten. Denn es war eine wirklich rauschende Premiere, die 600 Gäste im umgebauten Theater, wo über Jahre vorher die „Blue Man Group“ Dauergast war, feiern durften.

Ghost – Nachricht von Sam“ – war da nicht mal was?

Ja, da war mal was. Ein Hollywood-Blockbuster, der 1990 zu einem der erfolgreichsten Filme weltweit (neben „Pretty Woman“) wurde und mit einem vergleichsweise geringen Budget von 22 Millionen gut 505 Millionen US-Dollar einspielte.

Eine Liebesgschichte – natürlich, deren Magie gestern Abend im BlueMax Theater mühelos wieder aufblitzte und das Publikum zu wahren Beifallsstürmen anregte.

Viele Berliner Celebrities waren gekommen, der Ex-Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit war da und auch „Didi“ Hallervorden, inzwischen unfassbare 90 Jahre jung, hatte erkennbar sein Vergnügen auch noch nach der Show bei der Premierenfeier.

Oedo Kuipers als „Sam Wheat“ und Bianca Basler als „Molly Jensen“ überzeugten mit Ausstrahlung und Spielwitz als Liebespaar zwischen dem Hier und dem Jenseits in einem Musical, das viel mehr ist als eine bloße Adaption des Kultfilmes aus den 90ern. Mir persönlich hat der mitreissende Auftritt von UZOH am besten gefallen, eine Sängerin und Songwriterin aus Stuttgart, für mich der kommende Topstar der Musicalszene in Deutschland, in der Rolle der umwerfenden Hellseherin Oda Mae Brown.

Die neue Show im BlueMax Theater gestern Abend war so dynamisch, dass sich auch ein Blick auf die Macher lohnt. Die heißen Nils Büchner und Stephan Dominik Hubert, die mit ihrer ShowSlot Group das Musical-Genre in Deutschland geraade ein Stück weit neu erfinden.

Die Wurzeln des Unternehmens liegen im „Off-Musical Frankfurt“, das 2017 begann. Doch aus der Nische ist längst eine große Nummer geworden. Durch die Übernahme des „Stage Bluemax Theaters“ im Herbst 2025 hat sich die Gruppe vom reinen Tourneeveranstalter zum Betreiber einer der prestigeträchtigsten Spielstätten Deutschlands gewandelt.

Internationales Franchise trifft deutsche Präzision

Dass „Ghost“ gerade jetzt in Berlin einschlägt, ist kein Zufall. Das Musical ist ein globales Phänomen, die Kompositionen von Dave Stewart (Eurythmics) und Glen Ballard verleihen der übernatürlichen Liebesgeschichte eine Rock-Pop-Kante, die perfekt in das urbane Berlin passt.

ShowSlot hat es verstanden, dieses internationale Franchise mit einer Besetzung zu veredeln, die sowohl gesanglich als auch schauspielerisch neue Maßstäbe setzt. Es ist die Kombination aus der Sicherheit einer weltweit bewährten Marke und der Frische einer jungen, hungrigen Produktionsfirma, die den Abend so besonders machte.

Das Engagement von „Ghost“ im BlueMax Theater ist der Auftakt einer ambitionierten Spielzeit 2026, die mit den Produktionen von „Dracula“, der „Cher Show“ und „Sister Act“ fortgesetzt wird. Ziel ist es, das BlueMax Theater als einen Ort zu etablieren, an dem es ständig Neues zu entdecken gibt – ähnlich den Spielplänen im legendären Londoner West End.

Nur bis zum 8. Februar ist Ghost noch in Berlin zu sehen. Karten gibt es über https://www.eventim.de/




Berlin muss Konsequenzen ziehen – allerdings ohne diesen Regierenden Bürgermeister

von KLAUS KELLE

In diesen Minuten werden auch die letzten betroffenen Haushalte im Südwesten Berlins wieder mit Strom versorgt. Das ist eine gute Nachricht – und auch die einzige seit dem vergangenen Samstag. Da waren plötzlich Zehntausende Haushalte und Supermärkte, Läden, Lokale und Unternehmen im Südwesten von Berlin ohne Strom, weil Linksextremisten einen terroristischen Anschlag ausführten, der nicht nur die privaten Haushalte, sondern auch das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf und den Senat völlig unvorbereitet trafen.

Während Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen nun endlich Pause haben, rückt die Verantwortung für das politische Versagen immer stärker in den Mittelpunkt.

Das betrifft in erster Linie den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner von der CDU. Es ist nur noch zu klären, ob er jetzt schnell selbst Verantwortung übernimmt und zurücktritt, oder ob ihn die Wähler im September bei der anstehenden Abgeordnetenhauswahl zum Teufel jagen. Sicher ist, dass dieser Mann keine politische Zukunft mehr haben wird.

In den ersten Stunden des Blackouts gab es für die Betroffenen praktisch keine Informationen der Behörden, Wegner war am ersten Tag anscheinend überhaupt nicht vor Ort. Als er sich dann endlich am Sonntag öffentlich meldete, erzählte er, wie viel er aber in der Zeit davor doch telefoniert habe. Unfassbar…

Die Infrastruktur der Hauptstadt ist offenbar nicht einmal ansatzweise vor Sabotageaktionen geschützt. Ein gezielter Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal, bei dem fünf Hochspannungskabel zerstört wurden, reichen aus, um Zehntausende Haushalte lahmzulegen.

Es wird jetzt diskutiert, ob Behörden Hinweise auf mögliche linksextreme Sabotageakte im Vorfeld unterschätzt haben. Und, besonders stößt den Bürgern auf, dass während die Infrastruktur, Berlins Lebensader, verrottet, aus dem Sondervermögen des Bundes für die Modernisierung genau dieser Strukturen in Berlin rund 3,2 Milliarden Euro (von insgesamt 5) für Baumpflanzungen, Grünflächenpflege und Regenwassermanagement verballert werden.

Der aktuelle Terroranschlag der linksradikalen „Vulkangruppe“ wirft zum wiederholten Mal ein Schlaglicht darauf, wie Berlin seit Jahren, manche sagen seit Jahrzehnten, die Sicherheit vernachlässigt und den gewalttätigen Linksextremismus verharmlost, während man Rechte als den großen gefährlichen Popanz hinstellt. Ein Senat hat aber die verdammte Pflicht, gegen jede Gefährdung der Sicherheit energisch vorzugehen. Wenn die Berliner – auch das gehört zur Wahrheit – aber immer wieder Politiker in die Verantwortung wählen, die teilweise mit den Linksterroristen sympathisieren, zumindest Verständnis für diese Politkriminellen haben, wird sich nichts ändern in der Vier-Millionen-Metropole.

Apropos: Haben Sie eigentlich in diesen fünf Tagen in Zehlendorf irgendwas von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gehört? Ich meine, mit seiner Autokolonne bräuchte er nur 20 Minuten vom Kanzleramt bis ins Zehlendorfer Epizentrum…




Blackout im Berliner Südwesten: 50.000 Haushalte ohne Strom

von KLAUS KELLE

ZEHLENDORF – Frohes neues Jahr? Vergessen Sie es, jedenfalls, wenn Sie im Südwesten Berlins leben! Seit dem frühen Morgen sind rund 50.000 Haushalte und 2.000 Betriebe in Nikolassee, Wannsee, Zehlendorf und Lichterfelde ohne Strom. Was oberflächlich wie ein technischer Defekt wirkt, hat sich innerhalb weniger Stunden zu einem Kriminalfall entwickelt, der die Sicherheitsbehörden der Hauptstadt in höchste Alarmbereitschaft versetzt.

Denn im Jahr 2026 ist die Sensibilität für Angriffe auf die kritische Infrastruktur (KRITIS) nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre auf einem historischen Höchststand.

Die Dimension des aktuellen Ausfalls weckt düstere Erinnerungen

Der massive Blackout im Südosten Berlins im September des Vorjahres ist noch gut in Erinnerung. Damals waren zwei Strommasten Ziel eines politisch motivierten Brandanschlags, vermutlich von Linksextremisten. Die Parallelen jetzt sind beängstigend: Wieder sind rund 50.000 Kunden betroffen, wieder ist der Tatort ein exponierter Punkt der Infrastruktur, und wieder droht der Ausfall über Tage anzuhalten.

Sollte sich der Verdacht der Brandstiftung bestätigen, steht Berlin erneut vor der Frage, wie verwundbar die deutsche Hauptstadt gegen hybride Bedrohungen aus Russland oder linksextremistische Sabotageakte ist. Kabelbrücken und Strommasten sind oft nur schwer lückenlos zu überwachen. Sie bilden die „weichen Ziele“ einer hochtechnisierten Gesellschaft, deren Stilllegung mit minimalem Aufwand maximale gesellschaftliche Destabilisierung erzeugt.

Ein Stromausfall im Jahr 2026 bedeutet weit mehr als dunkle Wohnzimmer

  • Mobil- und Festnetz: Die Polizei warnt bereits in den sozialen Netzwerken vor massiven Störungen der Telekommunikation. In einer Welt, die auf Echtzeit-Kommunikation basiert, bedeutet der Ausfall der Masten eine Isolation ganzer Stadtteile.
  • Notrufsysteme: Wenn das Handy nicht mehr funktioniert, ist der Notruf 110 oder 112 unerreichbar. Die Polizei hat daher die Bürger aufgerufen, bei dringenden Notfällen direkt Feuerwachen oder Polizeidienststellen aufzusuchen – ein Rückgriff auf analoge Sicherheitsstrukturen in einer Krisensituation.
  • Wirtschaftlicher Schaden: 2.000 betroffene Betriebe bedeuten im Klartext: Kühlketten unterbrochen, Kassensysteme tot, Produktionsausfälle. Der wirtschaftliche Schaden geht bereits jetzt in die Millionen.

Während der Stromnetz-Betreiber in Berlin händisch versucht, die Störung bis zum Abend zu beheben, bleibt für die Bewohner von Wannsee und Zehlendorf nur die Flucht. „Wer die Möglichkeit hat, woanders zu sein heute, wo es warm ist und wo der Strom fließt, sollte die Möglichkeit nutzen“, teil die Stadt mit.

Der aktuelle „Blackout“ zeigt aber erneut, dass Sicherheit nicht nur an den Außengrenzen oder in der digitalen Cloud verteidigt werden muss, sondern ganz real an den verrosteten Kabelbrücken unserer Städte. Der Berliner Südwesten bleibt vorerst dunkel – und die Suche nach den Tätern wird zum Lackmustest für die Wehrhaftigkeit des Rechtsstaates gegen Sabotage von innen.




Berlins Herzschlag zwischen Ruinen und High-Tech: Eine Reise durch die Clubgeschichte

Berlin im Jahr 2026 ist eine Stadt, die ihre Vergangenheit als „Spielplatz der Anarchie“ längst hinter sich gelassen hat und dennoch versucht, deren Geist in einer Welt voller Gentrifizierung und Algorithmen zu bewahren. Wer heute durch die Tür des Zig Zag Jazz Clubs tritt oder im Loci Loft an seinem Drink nippt, atmet eine Atmosphäre ein, die ohne die wilden 70er, 80er und die Nachwendezeit nicht denkbar wäre. Doch wie weit ist der Weg vom legendären Dschungel in der Nürnberger Straße bis zu den heutigen Hotspots wirklich?

Die Ära der Exzesse: Dschungel und das West-Berlin der 80er

Wenn man heute über die Transformation der Szene spricht, kommt man am Dschungel nicht vorbei.

In den 1980ern war dieser Club in Schöneberg das Berliner Äquivalent zum New Yorker Studio 54. Hier trafen sich David Bowie, Iggy Pop und Nick Cave. Es war eine Zeit, in der Live-Musik und exzessive Selbstdarstellung eins waren. Das Quasimodo in Charlottenburg war damals die unangefochtene Speerspitze für Jazz und Blues – ein Ort, der heute zwar noch existiert, aber oft im Schatten seiner eigenen Historie steht.

Mit dem Mauerfall verschob sich das Epizentrum. Die Freiheit der 90er gebar Orte wie das E-Werk oder den frühen Tresor, wo Live-Acts zwischen rostigen Maschinenteilen auftraten. Es war die Zeit, in der „Live“ oft bedeutete, dass ein DJ und ein Drummer die Grenzen zwischen Konzert und Party verschmolzen ließen.

Der schleichende Wandel: Vom Keller in die Lounge

In den vergangenen zehn Jahren hat sich ein entscheidender Shift vollzogen: Die Professionalisierung. Während man früher in improvisierten Off-Locations in Neukölln oder Wedding oft auf wackeligen Holzkisten saß, verlangt das Publikum heute – und das spiegeln Clubs wie das Loci Loft perfekt wider – eine Symbiose aus erstklassiger Akustik, kulinarischem Anspruch und ästhetischem Design.

Das Loci Loft in Reinickendorf ist das Paradebeispiel für diesen neuen Chic. Es hat bewiesen, dass Live-Musik nicht mehr nur im Zentrum der Stadt (Mitte oder Kreuzberg) stattfinden muss. Die Menschen sind bereit, für Qualität weiter zu fahren. Hier wird Jazz und Soul nicht mehr als staubiges Genre präsentiert, sondern als Lifestyle-Erlebnis.

Die Gewinner des Jahres 2026: Authentizität vs. Kommerz

Was ist heute „hip“? Das Quasimodo hat für viele junge Berliner an Relevanz verloren, weil es als zu touristisch oder „festgefahren“ wahrgenommen wird. Stattdessen haben Clubs wie das Zig Zag in Schöneberg den Thron übernommen. Warum? Weil sie die Intimität der alten Tage mit einem kuratorischen Anspruch verbinden, der weltklasse ist. Das Zig Zag fühlt sich an wie ein Wohnzimmer, in dem zufällig herausragende Musiker spielen.

Gleichzeitig hat sich in Neukölln und Wedding eine neue, raue Live-Szene etabliert. Orte wie das Donau115 oder das Arkaoda halten die Fahne des Experimentellen hoch. Hier geht es nicht um schicke Cocktails, sondern um den Moment, in dem die Musik alles andere übertönt – ganz im Geiste des alten West-Berlins.

Gentrifizierung und das Clubsterben

Doch der Wandel hat seinen Preis. Viele ikonische Orte mussten weichen. Die „Club-Autobahn“ (A100) und steigende Mieten haben die Szene weiter nach außen gedrängt. Das führt dazu, dass Clubs heute hybrider sein müssen. Ein reiner Jazzclub hat es schwer; Orte wie das Gretchen in Kreuzberg überleben, weil sie zwischen Hip-Hop-Beats, elektronischen Live-Sets und Jazz-Improvisationen hin- und herwandern.

Fazit: Die Seele bleibt, das Gewand ändert sich

Berlin ist 2026 glatter geworden, zweifellos. Der Schweiß an den Wänden wurde oft durch Schalldämmung und Design-Tapeten ersetzt. Doch die Sehnsucht nach dem echten, handgemachten Moment ist größer denn je. Dass Orte wie das b-flat oder das A-Trane trotz aller Krisen noch immer Abend für Abend die Lichter anknipsen, zeigt: Die Berliner Live-Szene ist nicht tot, sie ist nur erwachsen geworden.

Wer heute den Geist des Dschungels sucht, findet ihn vielleicht nicht mehr in einer vernebelten Diskothek in Schöneberg, sondern in der Energie eines Solo-Saxophonisten im Zig Zag oder in der Eleganz eines Abends im Loci Loft. Berlin bleibt die Stadt der Verwandlung – und seine Clubs sind die Bühne dafür.




Vor dem Schloss Charlottenburg kommt echte Weihnachtsstimmung auf

CHARLOTTENBURG – Der Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg ist schon etwas Besonderes. Und ja, er ist einfach schön, romantisch, vor der erleuchteten Kulisse des Barockschlosses, mit einem wunderbaren und vielfältigen Angebot an Dingen, die man eigentlich nicht braucht, aber die einfach…auch schön sind. Und kulinarisch reicht es hier weit über Thüringer Bratwurst, Pizza und Glühwein hinaus. Allein das gefüllte warme Landbrot ist es wert, noch einmal dorthin zu gehen.

Mehr als 100 regionale und internationale Anbieter in Holzhütten und Pagodenzelten bieten Kunsthandwerk, ausgefallenen Geschenkideen und weihnachtliche Speisen und Getränke an. Wer nicht in der Kälte am Stehtisch ausharren will, der findet beheizte Zelte, in denen ganze Menüs angeboten werden.

Etwa 70 bis 80 Weihnachtsmärkte gibt es in der deutschen Hauptstadt während der Adventszeit. Und die Bandbreite ist enorm von den großen kommerziellen Touristenattraktionen am Alexanderplatz und am Potsdamer Platz bis hin zu kleinen, spezialisierten Märkten wie dem „Lucia“-Weihnachtsmarkt oder dem Umwelt- und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße.

Wie können sich die vielen Leute das bloß leisten, frage ich mich, als wir nach drei unbeschwerten Stunden das vorweihnachtliche Treiben vor dem Schloß Charlottenburg verlassen. Denn die Preise sind schon happig für Glühwein, Currywurst mit Pommes und französische Trüffelsalami.

An einer Hütte bieten sie Christbaumkugeln an, das Stück für 28 Euro. Die waren echt schön anzusehen, aber 28 Euro für eine Christbaumkugel? Ich weiß ja nicht…

Nachher zu Hause werden Manche dann wieder klagen, wie schlecht alles in Deutschland geworden ist, und dass der Untergang bevorsteht, und erst die Milliarden für die Ukraine….