Verfolgungsjagd mit 15 Streifenwagen – Drogen-Taxi durfte nicht duchsucht werden

von KLAUS KELLE

BERLIN – Eine wilde Verfolgungsjagd durch drei Berliner Bezirke endete am Sonntagmorgen wie so oft in Berlin – mit einer Absurdität. Gegen 0.30 Uhr bemerkte eine Polizeistreife, dass ein Mercedes mit Brandenburger Kennzeichen mit quietschenden Reifen aus einer Parklücke in Neukölln abfuhr. Die Polizisten machten sich bemerkbar und gaben „Anhaltesignale“, doch der Fahrer gab jetzt erst richtig Gas. Auf der Sonnenallee Richtung Kreuzberg raste der Wagen, zwischenzeitlich verfolgt von 15 Streifenwagen mit Martinshorn und Blaulicht.

Auf der Frankfurter Allee gelang es den Beamten endlich, das Fahrzeug zu stoppen. Am Steuer: ein 23-jähriger Mann ohne Führerschein. Auf dem Beifahrersitz ein 15-jähriger Begleiter. Weil die Polizisten im Wagen Pillen und eine beachtliche Menge Bargeld sahen, beantragten sie, das Auto durchsuchen zu dürfen. Der zuständige Staatsanwalt lehnte das ab -warum auch immer. So blieb den Beamten nichts anderes übrig, als wenigstens das in Luckau (Dahme-Spreewald) zugelassene Auto zu beschlagnahmen. Der 15-Jährige wurde zu seiner Mutter gebracht. Hoffentlich wäscht wenigstens sie ihm ordentlich den Kopf, wenn sich der Rechtsstaat in Berlin schon wieder einmal lächerlich macht.

Neueste Nachrichten

BERLIN – Auf acht Veranstaltungen haben Menschen in Berlin gestern der Opfer des verheerenden Terroranschlags auf Israel vor drei Jahren ...

Das Ergebnis der Abgeordnetenhauswahlen in Berlin schockiert Menschen in ganz Deutschland. Erstmals wurde in einer freien und geheimen Wahl eine ...

BERLIN – Mehr zufällig haben mich die aufregenden 90er Jahre kurz vor der Wende nach Berlin verschlagen. Ich war als ...

MITTE – Die Berliner Polizei sucht eine 36-jährige Frau namens Mara B., die bereits am 22. August ohne Absprache ein ...

NEUKÖLLN – Vor einem Frühstückslokal an der Kölllnischen Heide/Sonnenallee ist vergangene Nacht ein noch unbekannter Mann erschossen worden. Zeugen hatten ...

Es ist ein Alptraum für jeden Berliner, der Wert auf seine Privatsphäre legt. Im „Darknet“, in den dunklen Weiten des ...